Die Geschichte Bayerns in kurzen Zügen - geht das?

Die meisten Menschen verfallen bei dem Begriff Bayern auf eine Reduktion des Gesamtkomplexes;
übrig bleiben Assoziationen wie "Weiß-Blau", Lederhosen, Schweinshaxe mit Sauerkraut und Semmelknödel, Neuschwanstein und Rokoko.
Personell schrumpft der Kreis der zu erwähnenden Personen auf wenige Mitglieder des Hauses Wittelsbach zusammen.

Doch so vielfältig die einzelnen Facetten – geograpisch wie kulturell – dieses größten Bundeslandes sind, so divergierend ist auch der Weg dorthin.

Alleine die Größe des Freistaates bringt es mit sich, daß bereits in der Frühgeschichte verschiedenste Stämme ihre Spuren hinterließen. Unterschiedlichste Kulturräume müßten kumuliert werden, wollte man das Gesamtgefüge zu einem großen Ganzen addieren. Hinzu kommt, daß viele klerikale Kleinstaaten und Hochstifte über weite Strecken der Geschichte eine durchaus machtvolle Position innehatten, bevor sie, teilweise erst im Rahmen der Säkularisation 1803, von der Bildfläche verschwanden, nicht ohne auch ihren Teil zum Gesamtbild beizutragen.


Eine kleine Marginale sei an dieser Stelle erlaubt:
Die Fürstpröbste von Berchtesgaden waren über einen großen Zeitraum gleichfalls die Kurfürsten von Köln (man beachte die Reihenfolge!!!) - ob das jedem "Preußen", der heute mit Heerscharen anderer in "Bayern" einfällt, auch nur ansatzweise bekannt ist, sei dahingestellt...



Also welchen "Modus operandi" wählen?

Letztlich dürfte eine grobe Unterteilung in Franken und Oberpfalz einerseits, in Schwaben und Altbayern andererseits die "günstigste" Vorgehensweise darstellen.

Ich bin kein Historiker - Gott bewahre; angesichts meines derzeitigen Wissensstandes wäre ich sehr schnell brotlos.

Es ist vielmehr ein Versuch, nicht mit dem Bazillus Bayern Infizierten dieses prachtvolle Land "näher" ans Herz zu legen und anhand wichtiger geschichtlicher Eckdaten einen winzigen Einblick in die Hintergründe dieser gewachsenen Strukturen zu gewähren...